Welche Beschwerden behandelt ein Manualtherapeut? Manualtherapeuten behandeln viele uns bekannte Krankheiten. Für den Manualtherapeuten bildet der Bewegungsapparat, die inneren Organe und die Psyche eine nicht zu trennende Verknüpfung. Daher können ausgebildete Manaltherapeuten auch Krankheiten wie Kopfschmerzen, Atemprobleme, Tinnitus usw. behandeln. Auch in einem sehr frühen Stadium der Entwicklung wie z.B. im Säuglingsalter oder bei Kindern mit Problemen am Bewegungsapparat, die evtl. auf Geburtstraumata zurückgehen kann unter Umständen die Manuelle Therapie behilflich sein. Sie hat das Ziel Gewebestrukturen zu selektieren, um die vom Patienten angegebenen Krankheitssymptome zuordnen zu können. Darüber hinaus wird die Aktualität der vorhandenen Läsion bestimmt, um die momentane Gewebsirritation einschätzen zu können. Die Manuelle Therapie bedient sich aktiven wie auch passiven Untersuchungsmethoden, um die oben beschriebenen Punkte zu erfüllen. Wie so häufig, liegen die meisten Ursachen der Beschwerden am Bewegungsapperat in einem Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit. Die Manuelle Therapie versucht dieses Missverhältnis zu beheben und das physiologische Gleichgewicht zwischen Gelenken, Muskeln und neuralen Strukturen wieder herzustellen. Dazu bedient sie sich sowohl passiven mobilisierenden Techniken, die durch den Therapeuten ausgeführt werden, wie auch aktiven Übungen. Ebenfalls sollte ein adäquates Heimprogramm erläutert werden, zur Eigenmobilisation von Gelenken und Bindegewebsstrukturen oder zur Kräftigung und Stabilisation von zu schwachen Körperregionen. Der Begriff "Chirotherapie" wird als ein Synonym gehandelt, gegenüber der Bezeichnung "Manuelle Medizin" mit internationaler Anerkennung.
Die Manuelle Therapie kann z.B. bei folgenden Erkrankungen hilfreich sein: Wirbelsäule: Arme: Beine: Kopf: Wie geht ein Maualtherapeut bei einer Behandlung vor? 1. Die Anamnese Der Manualtherapeut versucht in einem speziell abgestimmten Patientengespräch zunächst Indizien für die Ursache der jeweiligen Beschwerden zu finden. Dabei sind frühere Beschwerden und die medizinische Vorgeschichte des Patienten unerlässliche Informationsquellen. Auch soll geklärt werden ob die Behanlung erfolgversprechend ist oder ob evtl. Kontraindikationen bestehen. 2. Klinische Untersuchung Anschließend erstellt der Manualtherapeut eine eigene klinische Diagnose. Durch eine ausführliche manuelle Untersuchung des Patienten. Hilfreich können dabei auch radiologische Untersuchungsbilder sein. 3. Behandlungsstrategie Kommt der Manualtherapeut zu dem Schluss, dass eine Behandlung hilfreich sein könne, erarbeitet er eine Behandlungsstrategie. 4. Ziel Das Ziel der Behandlung besteht darin, ein besseres Gleichgewicht (Homöostase) zwischen Struktur und funktionellen Einheiten des Körpers wiederherzustellen. |